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Ankunft in Bangkok

Transport

Erster Tag in Bangkok

Während wir in Dubai 20 Minuten mit dem Bus gefahren sind, um zu einem Gate zu kommen, konnten wir in Bangkok direkt über die Gangway zum Terminal ausgestiegen. Was jetzt? Gepäck abholen und eine Fahrgelegenheit finden, die uns zum Hotel bringt. Wir hatten über die Ankunft viel gelesen und unser Ziel war es, uns nicht von den Taxifahrern ausnehmen zu lassen.

Wir haben uns bis zum Ausgang durchgekämpft. Dann kam aber erst einmal die schier endlose Schlange vor der Emigration Office. Für unser Kind was es langweilig. Wir waren auch müde, aber das werden wir jetzt auch überstehen. Wir haben schon ein erstes Gefühl von der Wärme, die uns erwarten wird. Die offizielle Einreise haben wir dann doch zügig hinter uns gebracht und unser Gepäck schnell gefunden.

Wir sind mutig und arbeiten uns bis zur S-Bahn vor. Hilfreiche Geister erklären uns, welche Haltestelle wir aussteigen sollen. Unser Hotel ist klein, unbekannt und in der Altstadt. Es war sehr gut, dass die Anschrift auf der Homepage auf Thai geschrieben war. Wir fahren Bahn und Sveeja ist begeistert. Die S-Bahn wurde ständig von Reinigungskräften sauber gehalten. Sind Fahrgäste ausgestiegen und haben eine Spur hinter sich gelassen, wurde das sofort wieder weggeputzt. Es gab viel zu sehen. Überdimensionale Werbebanner, Wolkenkratzer und buddhistische Tempel. Die Farben der Taxis sind lila, pink oder gelb, was Sveeja entzückte.

An der letzten Haltestelle steigen wir aus. Uns wurde gesagt, von dort zum Hotel ist es nicht weit. Tuk Tuk Fahrer preisen ihre fahrbaren Untersätze als „very safe“ an. Es werden 500 TB verlangt. Ich bin stolz und sage 400 TB und der Fahrer schlägt ein. Später erfahren wir 150 TB hätten auch gereicht. Na, ja wir müssen noch lernen. Sveeja quietsche auf der gesamten Fahrt mit dem Tuk Tuk vor Vergnügen.

Im Hotel werden wir freundlich empfangen. Wir haben ein Zimmer mit kleinem Balkon und nacktem Estrich. In Bangkok ist jedes 2. Hotel ein Boutique Hotel. Die Umsetzung der Designs ist manchmal ungewöhnlich. Wir können uns endlich frisch machen und ein wenig ausruhen. Uns wurde so langsam bewusst, dass wir nahezu 6 Monate Zeit haben vieles zu erkunden.

Da wir keinen unnötigen Ballast dabeihaben wollten, haben wir keinen Reiseführer mitgenommen. Wo sind wir und was wollen wir machen, bis wir weiter nach Phuket reisen? Im Hotel gab es mindestens 9 WLAN Log-ins, die auch nur in bestimmten Abschnitten funktionierten. Der Log-in vom Frühstücksrestaurant ging nicht im Zimmer und der Log-in vom Zimmer ging nicht in der Longe. Wir brauchten also einige Zeit, bis wir uns überall eingelockt hatten. Dann konnten wir uns orientieren und herausfinden, was wir in den nächsten Tagen tun wollten.

Es ist 19.00 Uhr und bereits dunkel. Wir haben Hunger, und ziehen das erste Mal durch die Gassen von Bangkoks Altstadt. Das sich die Verkehrsteilnehmer nicht an die uns bekannten Verkehrsregeln halten war uns klar. Wir passen uns dem Verkehr an und rennen über rote Ampeln. Alle Erziehung im deutschen Straßenverkehr dahin. Am Ende einer eher verlassenen Straße ist eine alte Frau die eine Süßspeise zubereitet. „Banana Roti“, eine Art Pfannkuchenteig in den Bananen Stück reingeschnitten werden. Das Ganze wird im Wok in heißem Fett gebacken. Zum Schluss gezuckerte Kondensmilch drauf. Heiß, süß und extrem lecker. Unserer Vorsätze, erst einmal nur in ein Restaurant zu gehen, dahin.

Unsere erste Hauptmalzeit haben wir im Restaurant gegessen. Leider nicht so günstig wie erhofft, aber es war ok. Wir machen noch einen Verdauungsspaziergang, der uns an einem sehr schönen Tempel vorbeiführt. Es findet gerade ein Gebet statt und wir gehen zögerlich rein. Die 100 TB Eintritt, die auf einem Schild angezeigt werden, müssen wir nicht bezahlen.

Im zentralen Gebäude der Anlage thront ein sehr großer goldener Buddha. Vor ihm sitzen Mönche in den orangefarbenen Gewändern und rezitieren in einem Singsang Texte in Thai. Wir setzten uns dazu und nehmen die Atmosphäre in der heiligen Stätte wahr.

Nach dem Tempel machen wir uns auf den Weg zum Hotel. Sveeja fragt vor dem Einschlafen, warum sich alle immer verbeugen. Ja warum überhaupt? Wir erklären, dass es etwas mit Respekt zeigen zu tun hat. Sveeja schläft ein. Unser erster Abend in Thailand und alle waren happy.